Die durch einen Medienbericht bekannt gewordene Abschiebung des 23-jährigen Louis M. aus Leipzig wirft Fragen an die sächsische Abschiebepraxis auf: Der junge Venezolaner arbeitete seit Januar 2025 unbefristet in einer hiesigen Kaffeerösterei in Vollzeit. Er spricht Deutsch auf C1-Niveau, arbeitete auch im Kundenverkehr und hat den Einbürgerungstest „Leben in Deutschland“ mit voller Punktzahl bestanden. Seine Duldung war nach Angaben seines Arbeitgebers noch bis Februar 2027 gültig, im Oktober wäre die Frist für die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis erfüllt gewesen.
Ich richte mich mit einer Kleinen Anfrage (Drucksache 8/8410) an die Staatsregierung:
„Statt als nebenberuflicher Wahlkommentator zu fungieren, sollte Innenminister Schuster seinen eigenen Laden in Ordnung bringen. Ein junger Mensch wurde abgeschoben, der Deutsch spricht, sich hier ein Leben aufgebaut und gearbeitet hat. Was für ein menschliches wie politisches Armutszeugnis! „Vollzeitig erwerbstätig und mit guten Bleibeperspektiven: Innenminister muss sich zu Abschiebung von jungem Venezolaner erklären“ weiterlesen







